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Ästhetikum

Eine essayistische Suche nach Leben

1963 in Ankara geboren; Übersiedlung mit den Eltern 1971 in die Bundesrepublik Deutschland; 1983 Abitur am Salier-Gymnasium Waiblingen; Studium in Stuttgart, Bonn, Bochum der Germanistik und Philosophie, in Bochum der Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften ohne Abschluss; Partei- und hochschulpolitische Aktivitäten; 2002 Gründung des Schreibhauses Bochum und 2006 des Textzentrums Essen; Mitglied im Vorstand des Bundesverbands Studentische Kulturarbeit e.V.; freier Autor und Sprecher des Katakomben-Theaters Essen.

Von der deutschen Systemphilosophie entzückt, versucht Uri Bülbül diese weltumspannende Systematik in seine Literatur zu übertragen, wozu auch seine marxistische Schulung beigetragen haben mag. Trotz aller Offenheit seiner Dialektik, die er zu einer «Rhizomatik» weiterzuentwickeln sucht, wie er es in Anlehnung an die moderne bzw. postmoderne französische Philosophie nennt, kann er von der Idee einer allumfassenden monadischen oder monistischen Literaturphilosophie nicht ablassen. Er will über das Einzelne und Ganze zugleich schreiben und konkret und abstrakt zugleich sein. Das macht ihm die Gattungsbestimmung seiner Texte und damit die eigene Orientierung in seinen Gedankengängen schier unmöglich, was in seinem sogenannten Labyrinth-Roman seinen Niederschlag findet. Sein Medium ist daher der Hypertext und sein Stil eine Art an Nietzsche geschulte philosophische Poesie. Als Gratwanderer und Grenzgänger bewegt er sich zwischen Faktualität und Fiktionalität und widmet sich in der «Elegie der Gastarbeiterschaft» der Gattung der Dokumentarliteratur und in «Bedingung und Möglichkeit» dem Essay, in dem er seine Erfahrungen mit der Kulturarbeit reflektiert.

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